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Korrespondenzdatei, Adeptus Administratum; Kennung  9438T-071.M42

Betreff: Adeptus Astartes, Ordenskennung 837, "Legio Draconis"

Empfänger: [Information geschützt]

Hoch verehrter Inquisitor, Ihrer Anfrage entsprechend erhalten sie mit dieser Korrespondenz eine Informationssammlung über den Orden des Adeptus Astartes der der Kennziffer 837 zugeweisen wurde, allgemeinhin als Legio Draconis bekannt.




Herkunft und Ursprünge

Trotz ausgiebiger und mehrfacher Recherchen, ist es uns leider nicht gelungen den kompletten Ursprung dieses Ordens zu ergründen. So bleibt die Gründungslegion aus der dieser Orden hervorging nach wie vor unbestätigt.

Es wurden mehrere potentielle Gründungslegionen befragt, jedoch konnten diese nicht bestätigen dass Kennung 837 ihren Ursprung in ihrer Gensaat hat. Dazu kommt die Tatsache dass die Gensaat der Legio Draconis selbst starke Modifikationen aufweist, und auf diese Weise auch kein eindeutiger Progenitor analysiert werden konnte, ebensowenig wie durch Angaben des Ordens selbst. Bedauerlicherweise scheint ebenso der Gründungsbefehl durch den Senat von Terra nicht mehr in den Aufzeichnungen auffindbar zu sein.

Allerdings war es uns möglich den höchstwahrscheinlichsten Gründungszeitraum auf 39te Millenium einzuengen, da zu dieser Zeit die derzeitige Heimatwelt des Ordens erneut in die Reihen des Imperiums eingegliedert wurde.

Die Heimatwelt der Legio Draconis, Avalon, war eine der Welten die zum Zeitalter des Weltenbrandes verloren ging und mit dem 39ten Millenium erst sehr spät wiedergewonnen wurde.

Die menschliche Bevölkerung befand sich in einem primitiven, vortechnologisierten Entwicklungsstand. Da neben den Menschen auf Avalon eine ausgesprochen vielseitige und gefährliche Fauna herrschte, hatte sich die Gesellschaft sehr stark auf die Jagd diverser Kreaturen ausgerichtet in der jene die die größten und gefährlichsten Bestien erlegen konnten großes Ansehen besaßen. Vor der Einführung der imperiellen Regentschaft, derzeit geleitet durch den Orden selbst, herrschte auf Avalon ein König der seinen Rang durch seine Stärke und Fähigkeiten im Kampf und der Jagd erkor und hielt.

Aufgrund diverser folklorischer Erzählungen von Avalon konnten wir den ersten Kontakt imperieller Streitkräfte mit der Welt nachvollziehen. Wenn unsere Nachfroschungen stimmen, kam es im Orbit von Avalon zu einem Raumkampf zwischen einer kleinen Flotte des Adeptus Astartes - genauergesagt der  vermuteten Gründerlegion von Kennung 837 - und verabscheuungswürdigen Xenos - mit hoher Wahrscheinlichkeit Dark Eldar.

Hierbei bitte ich darum die große Menge Mutmaßungen zu verzeihen, geehrter Inquisitor, jedoch sind nach wie vor unsere Aufzeichnungen sehr unvollständig.

Es gelang uns jedoch aus einem weiteren Stück Avalonianischer Folklore nähere Details über den Ursprung des Ordens zu ergründen. Anbei eine Abschrift jener Information, gefolgt von einer Analyse und Auswertung.



Anhang: Avalonianische Folklore, Kennung 39-Z

Vor langer Zeit, als die Menschen Avalons noch nichts von den Welten ausserhalb ihrer eigenen wussten, begab sich die Nacht des brennenden Himmels. Die Sterne am Firmament selbst schienen sich zu bekriegen, als Feuer den Nachthimmel erhellte. Und zum Höhepunkt dieses Geschehens stürzte ein Stern mit brennendem Schweif aus dem Himmel auf den Grund Avalons und mit dem Stern betraten 10 Krieger die Oberfläche.

Groß wie zwei Männer und gehüllt in Rüstungen aus einem fremden Metall machten sich diese Krieger auf den Weg zum obersten König der Reiche von Avalon.

Der Anführer der Krieger, ein Mann Namens Sarus, trat vor den König und brachte ihm das Wort des Gott-Imperators von Terra, mit der Forderung dass es unter der Bevölkerung Avalon verbreitet würde.

Doch der König wollte diese Worte nicht hören und befahl seinen besten Wachen den Krieger zu entfernen. Ohne auch nur eine Waffe ziehen zu müssen rang Sarus 5 Wächter in nur einem Augenblick nieder. Verblüfft von solch nie dagwesener Stärke und Kampfeskunst stockte dem König beinahe der Atem. Nach einem Moment des Nachdenkens fasste er sich jedoch und sprach zu Sarus und seinen Kriegern.

"Mächtige Krieger, ihr seid zweifelsohne stärker als all jene die jemals vor mir Standen. Und wenn selbst ihr vor einem anderen Mann niederkniet , muss dieser wahrlich der mächtigste der Welt sein. Wenn es euch gelingt die sieben Heldenprüfungen zu bestehen dann wird ein jeder Bewohner Avalon den Imperator den ihr verehrt anerkennen. Doch ich warne euch, viele haben diese Prüfungen bereits abgelegt. Niemand hat jemals mehr als eine einzige bestehen können, und das auch nur zusammen mit mächtigen Gleichgesinnten. Dies wird keine Leichte aufgabe, selbst für euch!"

Doch Sarus achtete nicht auf die Warnung des Königs und teilte seine Männer auf um gleichzeitig alle Prüfungen zu bestreiten. Und binnen zwei Tagen kehrte jeder einzelne von ihnen erfolgreich zurück. Beeindruckt von solch nie dagwesenen Fähigkeiten, wandte sich der König an Sarus selbst und erlegte ihm eine letzte Prüfung auf. Sollte er diese bestehen, alleine und ohne die Hilfe seiner Krieger, so würde er ihre Macht bedingungslos anerkennen und dem Volk Avalons die Lehren des Gott Imperators auferlegen.

Für diese Prüfung erhielt Sarus vom König eine alte Klinge, die Laut dem Wort des Königs bereits älter als das Volk von Avalon war. Mit diesem Schwert, und keinerlei sonstiger Bewaffnung, sollte er den Drachen des Himmelsgebirges bezwingen. Eine uralte Kreatur die kaum ein Avalonianer jemals zu Gesicht bekam - und noch weniger davon berichten konnten.

Und so machte sich Sarus auf zum Himmelsgebirge, dem größten und gefährlichsten Gebirge Avalons. Nach ettlichen Torturen um den Hort der Kreatur ausfinding zu machen, gelang es ihm letztendlich den Drachen zu stellen und lieferte sich einen erbittlichen Kampf mit der Bestie. Doch das Schwert das ihm der König gab schien nicht in der Lage zu sein die gepanzerte Haut der Kreatur zu durchdringen, egal wie sehr er auch versuchte einen Schwachpunkt zu finden während er den scharfen Klauen und dem heissen Odem der Bestie entwich. Nach Stunden des Kampfes schliesslich, als selbst Sarus langsam zu ermüden begann, wurde er für einige wenige Augenblicke vom flammenden Atem des Drachens erfasst. Selbst seine mächtige Rüstung würde einer solchen Belastung nicht lange standhalten, doch erkannte Sarus zu seiner Verwunderung, dass die Klinge die er führte nicht nur unbeschaded von der Hitze blieb, sondern sogar für einige Momente glühte und mit unglaublicher Macht erfüllt zu sein schien. Jedoch war der Moment in den Flammen zu kurz gewesen, und das machtvolle Glühen der Waffe erlosch nach wenigen Sekunden.

Sarus erkannte seine Chance auf den Sieg, auch wenn sie gefährlich war und der geringste Fehler seinen Tod bedeuten konnte. Als die Bestie das nächste mal ihren Odem spie, stellte sich Sarus, das Schwert vor sich haltend, trotzig in die Flammen ohne zurückzuweichen. Mit jeder Sekunde erglühte das Schwert erneut, heller und machtvoller, und erst im letzten Moment rollte sich Sarus zur Seite, ehe seine Rüstung und er selbst von den Flammen zerstört worden wäre. Nun sah er seine Chance und schnellte vor um die Distanz zu dem Biest für einen einzelnen, entscheidenden Schlag zu verringern. Glühend vom Odem des Drachen, bohrte sich die Klinge durch die Brustschuppen der Bestie, tief in ihr Fleisch und letztendlich in ihr Herz. Schwer verwundet ging der Drache zu Boden, durch die Wunde an seinem Herzen betäubt und unfähig sich noch weiter zu erwehren. Als Sarus die Klinge aus der Brust der Kreatur zog, erkannte er mit großer Verwunderung dass sie, nun abgekühlt vom Blut des Drachens, sich verändert hatte. Doch er schüttelte seine Verwunderung ab und wandte sich erneut dem Drachen zu.
Doch gerade als Sarus zum finalen Stoß ausholen wollte, blickte er in die Augen der Kreatur und erkannte in ihnen einen Ausdruck von Demut und Unterwerfung. Sarus wusste nicht warum, doch er entschied sich das Leben der Kreatur zu verschonen. Der Sieg war sein, so oder so. Und als Ergebnis dessen erkannte er in der Kreatur ein weiteres Gefühl - Dankbarkeit. Lediglich eine Gewaltige Schuppe die bei seinem entscheidenden Treffer von der Brust der Kreatur gerissen wurde nahm Sarus als Beweis seines Sieges mit sich.

Als Sarus mit dieser Trophäe zum König zurückkehrte, hielt dieser Wort und verneigte sich umgehend mit Respekt und ehrfurch vor Sarus, bereit die Lehren des Gott Imperators anzunehmen und unter dem Volk Avalon zu verbreiten. Sarus sagte, dass sehr bald mehr Diener des Imperators nach Avalon kommen würden um ihn und seine Krieger zu holen, und Avalon in das großartige Reich des Imperiums der Menschheit einzugliedern.

Doch bevor dies geschah, sollte noch ein weiteres erschütterndes Ereignis Avalon heimsuchen.

Einige Tage nach Sarus' Triumph erschienen ohne Warnung albtraumhafte Kreaturen und fielen über die Menschen Avalon her. Wie Geister aus den Schatten kamen sie und schlachteten mit widerlichem Vergnügen die Bevölkerung nieder.

Sarus und seine Männer scharten sogleich die tapfersten Krieger Avalons um sich um dieser Bedrohung Herr zu werden. Und auch wenn die Angreifer weniger waren, so schlachtete ein jeder von ihnen dutzende Menschen mit unnatürlicher Schnelligkeit nieder. Selbst Sarus und seine Krieger hatten ihre Mühen sich gegen diese lebenden Albträume zu erwehren. Letztendlich gelang es die Albträume auszulöschen, jedoch zu einem fürchterlichen Preis.

Hunderte Krieger gaben ihr Leben, und selbst Sarus' Krieger fielen einer nach dem anderen, auch wenn ein jeder mehrere der Angreifer mit sich nehmen konnte. Am Höhepunkt der Schlacht stellte sich Sarus selbst dem Anführer der Albträume und wurde von diesem tödlich verwundet. Mit letzter Kraft gelang es ihm jedoch den Anführer niederzustrecken, bevor selbst er seinen Verletzungen erlag.

Als eine Woche später die Diener des Imperators nach Avalon kamen, fanden sie ein Volk vor dass mehr als Willens war, sich dem Glauben an den Imperator zu öffnen und hinzugeben. Die Leichnahme von Sarus und seinen Kriegern wurden Heldenwürdig aufgebahrt und letztendlich von den Dienern des Imperators mitgenommen. Sarus' Körper selbst wurde die Klinge beigelegt, mit der er zuvor den Drachen bezwang.

Viele Dekaden später, Avalon war zu diesem Zeitpunkt bereits lange zum wahren glauben an den mächtigen Gott Imperator geführt worden, betraten erneut gepanzerte Krieger Avalon. Ihr Anführer führte die Klinge, die mit Sarus' Körper von so langer Zeit davon getragen wurde und Verkündete, dass er und seine Brüder zum Andenken an Sarus auf Avalon die Festung ihres Ordens errichten wollen. Zu Ehren von Sarus' Kampf gegen den Drachen des Himmelsgebirge, nannten sie sich... Legio Draconis!

Anhang: Folklore - Ende

 

Nun verehrter Inquisitor, werdet ihr mir sicher zustimmen wenn ich Behaupte dass wie in so vielen lokalen Erzählungen zweifelsohne viele Übertreibungen vorhanden sind. Wenn man allerdings hinter diese blickt, ist es hier möglich einige Fragen über den Hintergrund des Ordens zu ergründen. Hier also eine Ansammlung von Erkenntnissen die wir aus dieser Geschichte gewinnen konnten.

Bei der "Nacht des brennenden Himmels" handelte es sich um eine Raumschlacht im Orbit Avalon, ausgetragen zwischen einer Delegation des Adeptus Astartes und Xenos. Wiedereinmal sind zu meinem Bedauern genauere Details nicht bekannt. Der "Stern der vom Himmel fiel" war wenn man Fetzen der alten Berichte glauben darf ein Thunderhawk Transportschiff. Bei Sarus und seinen Männern handelte es sich zweifelsohne um einen Trupp Space Marines, die abgeschnitten von der Flotte sich umgehend daran machten die Bevölkerung Avalon zu konvertieren. Ob Sarus wirklich gegen einen Drachen kämpfte können wir nicht bestätigen. Zumindest besteht bei Betrachtung der avalonianischen Fauna durchaus die Möglichkeit einer solchen Kreatur, vermutlich ähnlich wie die Wesen auf Nocturne, allgemeinhin als "Salamander" bekannt. Die erwähnten Albträume waren ohne Zweifel widerliche Xenos - höchstwahrscheinlich irgendeine Fraktion der Eldar.  

Was wir jedoch mit Sicherheit sagen können ist, dass zum Zeitpunkt der Ankunft imperieller Verstärkungen auf Avalon bereits große Mengen der Bevölkerung zum Glauben an den gloreichen Gott Imperator konvertiert war. Der Schluss daraus wäre, dass der Senat von Terra für diese Leistung und zur Ehrung der Astartes die Avalon konvertierten den Befehl gab aus den Genen deren Ordens eine Zweitgründung hervorgehen zu lassen.

Dies deckt sich weitesgehend mit den Aufzeichnungen des Ordens selbst, jedoch sind bedauerlicherweise nach wie vor keinerlei Information verfügbar die helfen könnte die tatsächliche Gründungslegion zu identifizieren.

Doch nun einige zusätzliche Erläuterungen bezüglich des Ordens selbst. Größtenteils folgt Orden 837 den Richtlinien des Kodex Astartes. Die übliche Strukturierung in 10 Kompanien ist vorhanden und die Anzahl der aktiven Astartes liegt innerhalb der Richtlinien, wenn auch zum Zeitpunkt der Überprüfung mit 927 etwas unter Sollstärke, durch einen kürzlichen größeren Kampfeinsatz bedingt.

Bei näherer Betrachtung jedoch erkennt man eine klare Abweichung von den Richtlinien des Codex bei der zehnten Kompanie. Am offensichtlichsten zeigt sich dies durch eine deutlich weniger organisierte Strukturierung der Scouts, sowie durch das vollständige Fehlen eines Captains für diese Kompanie. Den Aussagen des Ordens selbst zufolge ist die Absicht hinter dieser Änderung, die Zahl der kommandotragenden Mitglieder des Ordens auf 10 zu begrenzen - dem Ordensmeister sowie den Captains der anderen 9 Kompanien - als Ehrung and Sarus und die 9 "Krieger" die vor der Gründung des Ordens Avalon betraten. Zwar weist dies einen deutlichen Bruch mit den Richtlinien des Codex Astartes auf, jedoch wurde nach eingehender Untersuchung eine Gefahr für die Funktionalität des Ordens oder dessen Loyalität dem Imperator gegenüber ausgeschlossen und so als geduldete Abweichung akzeptiert.

Doch nun zu den Details über die zehnte Kompanie. Nach dem Erhalt der verschiedenen Implantate und indoktrinierung in den Orden gibt es keinerei vorgeschriebene feste Trainingseinheiten und Methoden für junge Scouts. Stattdessen wird jeder Scout ermutigt sich einen oder mehrere vollwertige Schlachtenbrüder als Mentoren zu suchen um von ihnen zu lernen. Hierbei ist es weder unerwünscht noch unüblich, dass ein Scout von mehreren verschiedenen Mentoren lernt. Ausserdem gibt es unter den älteren Mitgliedern des Ordens mehrere Brüder die sich von sich aus jungen Scouts als Mentoren anbieten. So gelingt es den Scouts trotz der stark verringerten Strukturierung der zehnten Kompanie alles nötige zu lernen, auch wenn dies zu einer etwas überdurchschnittlich langen Zeit bis zur Aufnahme als vollwertigem Schlachtenbruder des Ordens führt.

Statt von Offizieren in Trupps unterteilt zu werden, bilden die Scouts eigenständig untereinander Gruppen, die aus ihrer Mitten einen Anführer bzw. Sergeant bestimmen. Diese Gruppen fördern das Gemeinschaftsgefühl der Scouts untereinander schon früh, und die Mentoren aller Scouts achten dabei genau darauf, dass sich diese Gruppen nicht zuweit voneinander abgrenzen. Dennoch unternimmt jede Gruppe unter sich Kampfübungen, begiebt sich zur Jagd (Anmerkung: Durch die weitverbreitete und stark ausgeprägte Fauna von Avalon ist die Jagd zu einem wichtigen Rituellen teil des kompletten Ordens geworden - doch dazu später mehr) und führt die täglichen Pflichten und Rituale als Gemeinschaft durch.

Auch die Aufnahme in den Rang eines vollwertigen Astartes schweift vom gängigen Schema ab. Die Zeit die bis zu diesem Punkt vergeht schwankt von Individuum zu Individuum sehr stark. Ein Scout wird dann zum vollwertigen Mitglied des Ordens, wenn er 7 spezifische Prüfungen bestanden hat (Anmerkung: eine weitere Anlehnung an die Geschichte von Sarus und dessen Mitstreitern). Ein Scout kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Prüfung seiner Wahl ablegen, wobei er von mindestens einem seiner Mentoren überwacht wird.

Sobald ein Scout die Prüfungen bestanden hat und zum vollwertigen Astartes erklärt wurde, verläuft sein tägliches Leben allerdings größtenteils konform mit den Vorgaben des Codex Astartes.

Abschliessend möchte ich noch kurz zwei Punkte erläutern, die mir erwähnenswert schienen.

Zunächsteinmal wäre da ein Jagdritual, das besagt dass wenigstens einmal pro Jahr jeder Ordensbruder für eine Woche lang nur Nahrung zu sich nehmen darf die er selbst erjagt hat. Zudem wird während dieser Zeit erwartet, dass der Ordensbruder alleine und ohne jegliche Bewaffnung oder Rüstung - mit Ausnahme eines Kampfmessers - aufmacht um eine der gefährlicheren Kreaturen Avalons aufzuspüren und zu erlegen. Bei diesen Kreaturen handelt es sich meist um reptilische Bestien in den wilderen Regionen des Planeten. Dies führt gelegentlich zu Ausfällen innerhalb des Ordens, was eine weitere Untersuchung veranlasst hat. Aber auch hier wurde es zu einer tollerierbaren Abweichung von der Norm erklärt.

Und letztlich geht es noch um die Position des Ordensmeisters. Genauergesagt ist es der Vorgang einen solchen zu ernennen, der meine Aufmerksamkeit erregte. Gemäss des Falls das der vorherige Ordensmeister seinen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, wird ein Nachfolger bestimmt. Ist der bisherige Ordensmeister zu diesem Zeitpunkt noch in der Lage seinen Titel selbst abzutreten, benennt er selbst seinen Nachfolger. Ansonsten erwählen die Captains der ersten neun Kompanien einen der Ihren der zum neuen Meister wird.

Dabei wird das Symbol des Ordensmeisters, ein Schwert mit der Bezeichnung "Sarus' Vermächtnis" an den Nachfolger weitergegeben. Doch bevor er den Titel des Meisters offiziell antreten darf, muss er mit der Klinge nehmen - die den Berichten zufolge die selbe Klinge ist die Sarus damals nutze - und damit den Kampf gegen den Drachen des Himmelsgebirges wiederholen. Wir konnten dieses Ritual verständlicherweise nicht selbst verfolgen, jedoch behauptete der aktuelle Ordensmeister - Burder Pyrion - vehement, dass noch immer der selbe Drache gegen den Sarus damals kämpfte im Himmelsgebirge lebt und den Kampf gegen jeden neu erwählten Ordensmeister wiederholt. Wenn auch dieser Kampf mehr in ritueller Form stattfindet denn als brutaler Kampf auf Leben und Tod, behaupten Pyrion und die Geschichtsbewahrer des Ordens dass die Bestie dies tun würde um Sarus zu ehren der damals ihr Leben verschonte.

Sämtliche Bitten diese Kreatur selbst zu Gesicht zu bekommen um sich vom Wahrheitsgehalt dieser Geschichte überzeugen zu können wurden strikt abgelehnt wodurch dies für uns als Rätsel verbleibt.

Dies stellt das Ende der von mir gesammelten Daten da. Ich hoffe dass diese Informationen euch trotz ihrer Unvollständigkeit zufrieden stellen konnten.

Bis aufs weitere verbleibend, euer demütiger Diener.

Korrespondenz Ende

Gedanke des Tages: Selbst ein Mann der nichts mehr besitzt, kann dem Imperator immernoch sein Leben geben.